Nach dem Heiligen Johannes von Damaskus ist die Ikone «das Ebenbild (ομοίωμα) und Abbild (εκτύπωμα) von jemandem, das durch sich selbst den Abgebildeten zeigt» . Aus dieser Definition der Ikone können wir folgern, dass die Ähnlichkeit des Bildes mit seinem Original die Voraussetzung ist für das Vorhandensein einer Ikone, und ausserdem, dass die Ikone keine eigene autonome Hypostase besitzt, sondern abhängt von der Wirklichkeit des Abgebildeten, von dem sich denn auch ihr Wert herleitet. Nach dem Heiligen Nikiphoros, Patriarch von Konstantinopel, bilden Ikone und Original eine einzige Wirklichkeit auf Grund der hypostatischen Einheit, und gleichzeitig zwei Wirklichkeiten auf Grund ihrer Naturen, denn die Natur der Ikone (des Materials) und die Natur des Originals sind zweierlei. Doch ist das, was die Ikone abbildet, nicht die Natur, sondern die Hypostase (die Person) des Originals.

Ikone - Ikonologie


Die gnadenhafte Gegenwart des Originals in seiner Ikone gemäss der Ikonologie der Kirche. (4/3/2008)
Die Triadologie Basilius des Großen als Fundament der Dogmatischen Lehre der Kirche Über die Ikonen. (2/4/08)


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