„VON DER KOMÖDIE ZUM DRAMA"

 Vom Besuch der „Zeugen Jehovas" in Konitsa - 3. Teil

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  Von Archimandrit Joel Konstantaras, Prediger der Heiligen Metropolie Dryinoupolis, Pogonianis und Konitsa.

Fahren wir fort mit dem dritten Teil, mit tragikomischen Szenen, die sich während des Besuchs der "Zeugen Jehovas" im heldenhaften Konitsa am Samstag des Lazarus ereigneten.


* Zeugen Jehovas: (Mit großer Dreistigkeit, vor den Gläubigen, die ihnen sagten, daß sie in Konitsa ihre Zeit vergeuden). Wir sind frei zu gehen, wohin wir wollen.

- Selbstverständlich, so wie wir natürlich verpflichtet sind, unsere Herde zu schützen. (Also, zu welchem Haus die „Zeugen" auch gingen, die Hirten (Priester)von Konitsa folgten ihnen.

Als die Bewohner der Stadt sie nun vor ihren Häusern sahen und den Gruß der Priester hörten, die ihnen eine „Gesegnete Karwoche" und „Frohe Ostern" wünschten und ihnen anschließend erklärten, wer die Damen und Herren waren, die sie in ihren Häusern besuchten, dann versteht ihr wohl von selbst, wie es weiterging...

(Es wiederholte sich, was mit den Truppen des „Duce" in den Bergen von Nord-Epirus 1940 geschehen war.)

Als schließlich ihr „neuer Kaballero", wie wir bereits im ersten Teil beschrieben haben, «zum Rückzug zu blasen» begann (d.h. mit dem Handy), sah jeder die ganze herzzerreißende Vorführung.

Weil die Mehrheit von ihnen Konitsa zum ersten Mal sah und die Straßen und Gassen nicht kannte, (leider erwiesen sich in diesem Fall die Navigatoren in ihren Autos als nutzlos), glichen ihre Fahrzeuge eher den Boxautos in einem "Vergnügungspark", als Autos mit nüchternen Fahrern, oder besser, die ganze Szene erinnerte die Älteren an Mussolinis Panzer, die den Griechisch-Italienischen Krieg in Kalama und in Kalpaki aufhielten!

Es ist jenseits jeder Beschreibung, was sich ereignete.

Sie fuhren in gegenüberliegende Straßen hinein, verschwanden in Sackgassen, fuhren dann mit dem Rückwärtsgang heraus, oder machten ganze Manöver. Sie blinkten links und bogen in ihrer Panik rechts ab und andersherum... Und sie waren wirklich ein solch urkomischen Anblick, daß, wenn jemand einige Szenen des „Rückzugs" mit der Kamera festgehalten hätte, dann hätte es für die größte Einschaltquote bei youtube gesorgt oder es wäre als Dokumentarfilm für einige Fernsehsendungen wie „Heute" oder die „Tagesschau" erhalten geblieben.

Denn wie gesagt, es war am Samstag des Lazarus, und wir müssen wissen, daß es in Konitsa Brauch ist, daß an diesem Tag die Kinder von Haus zu Haus ziehen und Lieder singen, wie an Weihnachten und Neujahr, und unsere "Freunde" genau zu diesem Anlaß kamen.

Was genau ist passiert? Hört und Staunt.
Die Gruppen der Kinder, die Lieder sangen, und ihre Begleiter, hatten am Vortag ein großes hölzernes Kreuz gemacht und hielten es in Händen, und damit besuchten sie alle Häuser.

Nun, kein Hase fürchtet sich so sehr vor Blitz und Donner, wie sich die „Männer" des „Wachturms" vor den kleinen niedlichen Kindern und Jugendlichen fürchteten und erschreckten, die wie Engel durch das Viertel zogen und mit Psalmen und Liedern das Geschehen der glorreichen Auferstehung unseres Herrn und Gottes Jesus Christus ankündigten!

Es genügte, die Harmonie der Kinder in den Straßen und Gassen von Konitsa zu hören, und die „furchtlosen Hasen von Brooklyn" wagten es nicht sich zu nähern, oder wenn sie sich bereits an einem Platz befanden, machten sie eine 180-Grad-Wendung und ergriffen ungeordnet die Flucht.

Das war wirklich ein Auftritt, den weder die Opfer der Wachturm-Gesellschaft noch die Leute von Konitsa selbst erwartet hatten.

Dem unschuldigen Lächeln der jungen Christen konnte der schreckliche Dämon der Ketzerei keinen Widerstand leisten. Der Anblick der Lieder singenden Kinder verdarb ihnen also nicht nur die Stimmung, sondern sie verloren  buchstäblich die Fassung, angesichts all dessen, was sich an jenem Tag in Konitsa ereignete.

Jemand, der dieses Phänomen beobachtet hatte, fragte sie: „Gut, uns Erwachsene fürchtet ihr, weil ihr Kraftmeier seid, und zudem in jeder Hinsicht unwissend. Was aber habt ihr vor den kleinen Kindern zu fürchten, daß ihr davonrennt, wenn ihr sie seht?"

Die Antwort ist natürlich, daß sie in der Tat viel zu fürchten haben, nämlich die unbesiegbare Waffe des Heiligen und Leben spendenden Kreuzes

Die Leute sahen, daß das in Erfüllung ging, was unsere Kirche singt: „Kreuz, der Engel Herrlichkeit und der Dämonen Trauma."

In der Tat, an diesem Tag kämpften in Konitsa Engel und Dämonen. (Natürlich wurden die abgefallenen Engel gedemütigt...).

Jetzt versteht ihr auch ihren psychologischen Zustand, weil die „verlorenen Schafe" ins „Kreuzfeuer" gerieten oder mehr noch, weil sie die „Schleuder des Geistes" des Klerus und des Volkes von Konitsa zu ihrem Nutzen bis auf die Haut spürten.

Und wie P. Paisios  betonte, " Es kann sein, daß der Teufel pflügt, aber hinter ihm kommt Christus und sät, und am Ende wird der Wille Christi geschehen."

Genau das geschah in diesem Fall beim Besuch der Opfer des Wachturms.

Die orthodoxen Gläubigen wurden mehr in ihrem Glauben gefestigt, als sie die Demütigung sahen und die schreckliche Lage derer, die die „Arche des Heils" verlassen haben. Wie wir festgestellt haben, haben die „Zeugen", wenn auch nicht alle, so doch zumindest einige von ihnen, sicherlich begonnen mißtrauisch zu werden, sowohl was ihre Führer angeht, als auch die Situation, in die sie sie bringen.


Möge die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, sie befreien.
Mögen sie zur „Quelle des Lebens" zurückkehren.
Möge dies, meine Freunde, für uns alle, zum Anlaß innigen Gebetes werden.

Amen.


Übersetzung: Sr. Matthaia

©Heiliges Kloster Pantokratoros



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